Gründung Mütterverein (Kath. Frauengemeinschaft)

Ereignis-Datum: 16. März 1916

In den Pfarrgemeinden entstanden die Jungfrauen- und Müttervereine. Im März 1916 – mitten im 1. Weltkrieg – wurde in Sandebeck der „Mütterverein“ gegründet. Aus den Anfangsjahren unserer kfd gibt es nicht viele Berichte. Vorstandsstrukturen – wie wir sie heute kennen – gab es noch nicht. Die Gründung im März 1916 wurde in der Pfarrchronik von Pastor Thorwesten vermerkt:

„Nun dauert der Krieg schon 1 ½ Jahre und es ist noch kein Ende abzusehen. Von der größten Wichtigkeit und Bedeutung für eine Gemeinde sind die Vereine; darum habe ich den Mütterverein ins Leben gerufen und den vorhandenen Jungfrauenverbund in eine Kongregation umwandeln lassen. Alle Jungfrauen der Pfarrei traten der neuen Kongregation bei; von den Frauen dem neuen Verein 90 %; einige müssen ja immer eine Ausnahme machen. Die Beteiligung an der gemeinschaftlichen hl. Kommunion ist ein recht erfreulicher, gut ist auch der Besuch der monatlichen Versammlung in der Kirche zu nennen.“

Wie in der Pfarrchronik berichtet, traten 90 % der Sandebecker Frauen diesem neuen Verein bei. Da es keinen Versammlungsraum gab, traf man sich einmal im Monat zur Gemeinschaftsmesse in der Kirche und danach wurden die Anliegen mit dem Pastor besprochen. Der Pastor war damals schon der Präses des Müttervereins. Die Adventsfeier fand im „Schwesternhaus“ statt und der karge Erlös wurde den Vinzentinerinnen gespendet.

Um aus dem täglichen „Allerlei“ herauszukommen unternahmen die Sandebecker Frauen viele (auch mehrtägige) Wallfahrten, Kurse, Einkehrtage, Ausflüge, Wanderungen und Besichtigungsfahrten. Diese Unternehmungen waren geprägt von Frohsinn und guter Laune sowie gemeinsames Beten und Singen.

Zu jener Zeit gehörten zur Pfarrei St. Dionysius Sandebeck die Ortschaften: Himmighausen, Langeland, Erpentrup, Kempen, Feldrom, Veldrom, Hohenbreden und Grevenhagen.

 

 

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